Stress am Arbeitsplatz Tipps für deinen Stressabbau

Für viele der ganz normale Alltag. Stress gehört wohl in jedem Beruf dazu und muss nicht immer negativ sein. Trotzdem gibt es auch viel Stress, der sich absolut vermeiden lässt. Wir haben für dich super Tipps, wie du unnötigen Stress vermeiden kannst.

Stress am Arbeitsplatz abbauen
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 11.12.2017 | Aktualisiert am: 12.03.2019

In der Unruhe lügt die Kraft

Stress am Arbeitsplatz entsteht häufig dadurch, dass Leistungs- und Zeitdruck vorliegen und das Arbeitstempo immer mehr steigt. Eine kurzzeitige, stressige Beanspruchung kann ein Vorteil sein und herausfordernd und motivierend wirken. Stress am Arbeitsplatz braucht ein Ventil, sonst kann dadurch ein gesundheitliches Risiko entstehen. Wie du mit Stress am Arbeitsplatz umgehen kannst und welche Möglichkeiten es gibt, Stress abzubauen, haben wir für dich recherchiert.

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1. Wodurch entsteht Stress am Arbeitsplatz?

Stress ist vor allem eines: Eine Volkskrankheit. Egal ob Schüler, Student, Absolvent, Manager, Renter oder andere Berufsgruppen: Jeder fühlt sich heutzutage auf seine Weise, in seinem Arbeitsalltag oder auch in seinem Privatleben gestresst. Stress empfindet jeder anders. Was für den einen eine große Belastung darstellt, ist für den anderen genau die richtige Motivation. Für Stress am Arbeitsplatz kann es daher die unterschiedlichsten Gründe geben.

Wie entsteht Stress?

Ein gestresster Mann sitzt vor seinen Laptop
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Stress am Arbeitsplatz
  • Grundsätzlich wird Stress durch Stressreize oder so genannte Stressoren ausgelöst und hängt von den persönlichen Fähigkeiten und der Arbeitsumwelt ab.
  • Stress entsteht in erster Linie, wenn ein Ungleichgewicht besteht zwischen deinen Arbeitsanforderungen und deinen individuellen Möglichkeiten, diese zu erfüllen, z. B. dadurch, dass du die geforderte Leistung nicht erbringen kannst oder die Zeit nicht ausreicht.
  • Von Stress am Arbeitsplatz Betroffene berichten oft von Zeitdruck, Unsicherheit oder Konflikten bei der Arbeit.
  • Andere Gründe für Stress am Arbeitsplatz können von den Vorgesetzten ausgehen. Verteilt der Chef die Aufgaben schlecht oder gibt er kein Feedback, kann das den Angestellten unter Leistungsdruck setzen.

2. Wie macht sich negativer Stress bemerkbar?

Studien aus dem Jahr 2018 haben ergeben, dass laut eigenen Angaben rund 87 % der Deutschen unter Stress leiden. Das bedeutet, dass rund 73 Millionen Menschen allein in Deutschland unter Stress leben und einjeder erfährt diesen Stress und handelt unter Stress komplett individuell. Die "Krankheit Stress" hat keinen wirklichen Verlauf und es gibt eigentlich nur eine wirkliche Lösung dafür: Dem Stress entgehen oder richtig mit dem Stress umgehen können. Das bezieht sich ganz besonders auf den sogenannten negativen Stress.

Im Folgenden haben wir nur einige wenige mögliche Anzeichen und Auswirkungen des negativen Stresses auf den menschlichen Körper für dich zusammengestellt.

Anzeichen und Auswirkungen von negativen Stress

Dein Körper reagiert auf Stresssituationen wie vor Millionen Jahren:

  • Es werden kurzfristig sämtliche Reserven mobilisiert. Dabei werden Stresshormone freigesetzt, die wiederum Energiereserven mobilisieren, den Blutdruck und die Pulsfrequenz erhöhen und die Atmung beschleunigen.
  • Gleichzeitig werden andere Funktionen wie die Immunabwehr, die Verdauung und Sexualfunktionen und auch die körpereigenen Regeneration reduziert.
  • Das Hirn läuft nur noch im Notfall-Modus.

Die Folge daraus sind nicht selten körperliche Beschwerden:

  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung
  • Reizbarkeit
  • Kreativlosigkeit

Wird dem Stress nicht entgegengewirkt, können aus den Beschwerden ernste Erkrankungen werden:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z. B. Herzinfarkte
  • Magen-Darmkrankheiten
  • psychische Krankheiten und psychische Belastungen wie z. B. Depressionen oder Burnout
  • chronische Immunschwächen oder Atemwegserkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • chronische Schmerzen

Die Erkrankungen können dann ein Grund sein einen längeren Zeitraum Krankgeschrieben zu werden. In den vergangen Jahren leiden vermehrt auch die jüngeren Arbeitnehmer an psychischen Erkrankungen.

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3. Was schützt vor Stress?

Die Problematiken liegen meist nicht direkt beim Stress, sondern eher im Umgang mit dem Stress. Häufig ist der richtige Umgang mit Stress wirklich erfahrungsabhängig. Im Alter folgt häufig die Weisheit und man hat hoffentlich aus früheren Situationen gelernt, sich nicht vom Stress bestimmen zu lassen. Zum Glück reichen oft schon Kleinigkeiten, um im Job aber gar nicht erst in Stress zu verfallen. Wir haben ein paar Tipps gegen Stress zusammen getragen:

Stress in der Arbeit vorbeugen:

  • Überstunden beschränken: Du hast auch noch ein Leben nach dem Job.

  • Pausen machen: Gehe in deiner Mittagspause lieber spazieren, als die Arbeit des Kollegen zu erledigen.

  • Nein sagen: Wenn du ausgelastet bist, solltest du nicht auch noch nebenbei Gefälligkeiten für deine Kollegen erledigen.

  • Ansprüche an sich selbst herunterschrauben: 100 % sind dir nicht genug? Deine Arbeit ist vermutlich schon hervorragend, wenn du nur 80 % gibst. Das Ergebnis rechtfertigt meist den Aufwand nicht.

4. Welche Möglichkeiten zum Stressabbau gibt es?

Stress kann durchaus eine gute Sache sein, wird er allerdings negativ wahrgenommen, kann er ein gesundheitliches Risiko darstellen. Suche dir also immer Wege, Stress möglichst positiv zu begegnen und dich davor zu schützen. Wichtig ist außerdem, dass du dir Möglichkeiten schaffst, Stress wieder abzubauen.

Ist es für die Stressprävention am Arbeitsplatz bereits zu spät, können dir ein diese zehn Tricks beim Stressabbau behilflich sein:

Vorschläge zum Stressabbau

Eine schreiende Frau lässt ihren Ärger raus
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Frust und Ärger rauslassen
  1. Vermeide Unterbrechungen bei der Arbeit: Wenn du deine Arbeit nicht ungestört und konzentriert erledigen kannst, wirst du zwangsläufig in Stress geraten. E-Mails laufen nicht weg und wenn es wichtig ist, ruft der Kollege auch nochmal an.

  2. Gestalte deine Freizeit aktiv: Durch Bewegung werden Stresshormone abgebaut und Glückshormone freigesetzt. Nur rumzuhängen entspannt nicht.

  3. Entspanne dich bewusst: Yoga, Entspannungsübungen oder Atemübungen dienen ganz gezielt der Entspannung und lassen dich zur Ruhe kommen.

  4. Lass deinen Ärger raus: Reagiere dich ab. In den Wald gehen und einen Baum anbrüllen, kann sehr befreiend sein. Alternativ bietet sich der Monitor an.

  5. Führe Selbstgespräche: Klingt merkwürdig? Selbstgespräche können die Leistungsfähigkeit steigern. Sie helfen dabei Ablenkungen und Störfaktoren zu ignorieren und Probleme effektiver zu lösen.

  6. Sprich mit jemand anderem: Friss deinen Ärger und den Stress nicht in dich hinein. Schon der Austausch unter Kollegen kann sehr hilfreich sein. Der zeigt dir, dass du nicht allein bist. Reicht dir das nicht, scheue dich nicht, deinem Umfeld dein Leid zu klagen oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  7. Lache: Lachen ist gesund, denn Lachen baut Stress ab, stärkt die Abwehrkräfte, senkt den Blutdruck, lindert Schmerzen und sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen.

  8. Iss dich glücklich: Nüsse, Bananen und Schokolade besitzen ganz bestimmte Inhaltsstoffe, die die Stimmung heben. Übertreibe es nur nicht, denn das sind auch Kalorienbomben, die dick machen - und das wirkt sich schlecht auf die Stimmung aus.

  9. Musik auf die Ohren: Die Musik, mit der du glückliche Momente assoziierst, ist Gift für schlechte Laune, Stress oder Trauer. Also Kopfhörer auf und gute Laune an!

  10. Denk nicht zu viel über die Stresssituation nach: Durch ständiges Grübeln bleibt der Stress auf einem konstanten Level. Bringe deine Gedanken also weg von dem Problem.

Aber Achtung: Sei nicht enttäuscht, wenn du nicht augenblicklich vollkommen entspannt bist. Körperliche und psychische Stresssymptome klingen nicht sofort ab. Es braucht ein wenig Zeit, bis der Mensch sein normales Gleichgewicht wiedergefunden hat, unter Umständen sogar Wochen.

Quellen:

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