Tabellarischer Lebenslauf mit Erfolg Tipps, Tricks, Vorlagen und Beispiele

Ein tabellarischer Lebenslauf ist das Wichtigste in einer Bewerbung und gehört zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen. Alle notwendigen Infos zu diesem Thema haben wir hier für Dich zusammengefasst.
Tabellarischer Lebenslauf
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 16.12.2017 | Aktualisiert am: 01.08.2019

So bewirbst du dich mit einem tabellarischen Lebenslauf

Hier erfährst du was alles in einen tabellarischen Lebenslauf gehört, worauf du achten musst, wie der tabellarische Lebenslauf aussehen muss und ob Muster/Vordrucke ratsam sind. Der tabellarische Lebenslauf listet schriftlich deine wichtigsten persönlichen und individuellen Daten auf. Für jeden Personaler ist er das Herzstück deiner Bewerbung. Also aufgepasst, es gibt so einiges worauf du beim Erstellen deines tabellarischen Lebenslaufs achten musst. Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen zum Lebenslauf.

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1. Wie muss ein tabellarischer Lebenslauf aussehen?

Mann sitzt am Tisch und füllt mit einem Kugelschreiber Dokumente aus
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Kreativität & Eigenständigkeit sind Entscheidend

Auch beim Erstellen eines tabellarischen Lebenslaufs ist Kreativität gefragt, denn es ist wichtig sich von der Masse abzuheben. Denn auch hier zählt wie so oft der erste Eindruck. Daher solltest du auf die vielen Muster und Vorlagen, die du im Netz findest, verzichten. Du musst immer bedenken, dein Lebenslauf ist nicht der erste den dein potenzieller Arbeitgeber liest und gerade bei einer sehr professionellen Lebenslauf Vorlage oder Lebenslauf Muster ist der Wiedererkennungswert sehr hoch.

Dennoch spricht nichts dagegen sich bei Vorlagen und Mustern Ideen zu nehmen. Gerade, wenn du dich für einen kreativen Beruf bewirbst, muss dein Lebenslauf was hermachen. Wichtig ist aber, dass das Layout deines tabellarischen Lebenslaufs einmalig ist. Genauso wie du!

2. Aufbau und Inhalt des tabellarischen Lebenslauf

Du musst zusammengefasst deine persönlichen Daten und deinen bisherigen schulischen/beruflichen Werdegang auf höchstens zwei DIN-A4-Seiten tabellarisch darstellen. Ab einer Berufserfahrung von fünf Jahren ist es auch okay drei DIN-A4-Seiten zu füllen. Aber die dritte Seite solltest du wirklich versuche zu vermeiden. Dabei ist wichtig, dass du den Aufbau, Inhalt und Layout strukturiert aufbaust. Die linke Seite des Lebenslaufs dient den Fakten und Zeitangaben und in der rechten Spalte findet man Platz für die wichtigsten Informationen.

Gliederung des tabellarischen Lebenslaufs:

  1. Persönliche Daten / Bewerbungsfoto:

    Deine persönlichen Angaben sind der Name, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtsdatum und Familienstand. Als Bewerbungsfoto raten wir dir ein Selfie ab. Ein professionelles Foto von dir in angemessener Kleidung und Location erhöht deine Chancen deutlich.

  2. Beruflicher Werdegang:

    Beginne mit deiner aktuellen Tätigkeit und erläutere kurz deine Position und deine gemachten beruflichen Erfahrungen.

    Deine vorherigen Berufe kannst du ebenfalls erwähnen und kurz deine Erfahrungen schildern.

  3. Schulischer Werdegang:

    Ausbildung, Weiterbildungen, Praktika oder Schulabschluss solltest du in kurzen Stichpunkten notieren. Zu den Praktika kannst du deine Erfahrungen schildern, sofern sie etwas mit der angestrebten Stelle zu tun haben.

  4. Qualifikationen:

    Hier kannst du deine Qualitäten nochmal genau hervorheben. Notiere deine Soft Skills, Fähigkeiten und besonderen Kenntnisse, aber keine Übertreibungen oder Lügen. Diese fallen im Vorstellungsgespräch wahrscheinlich auf und du erhältst den Job nicht.

    Beliebte Beispiele für Soft Skills sind:

  5. Sonstiges:

    Hier kannst du dein soziales Mitwirken, Interessen und Hobbys vermerken. Bei dem Punkt Hobbys solltest du am besten nur welche notieren, die auch etwas über dich aussagen.

    Beispiele:

    Bereich Qualifikation
    Mannschaftssport Teamfähigkeit
    Musizieren Disziplin, Kreativität
    Kochen Offenheit, Geselligkeit

    Überlege dir genau was deine Hobbys oder Interessen über dich aussagen. Diese solltest du auch auf die Bewerbung abstimmen. Zudem solltest du niemals Hobbys oder Interessen erfinden, wenn der Personaler nachfragt und du ihm keine überzeugenden Antworten geben kannst, wirft das ein schlechtes Licht auf dich.

  6. Datum und Unterschrift:

    Zuletzt kommen das Datum und die Unterschrift an das Ende des Lebenslaufs. Diese solltest du nicht vergessen, da Personaler die fehlende Unterschrift auf den ersten Blick erkennen.

Achte aber beim Erstellen des tabellarischen Lebenslaufs darauf, dass du nicht zu viele Details erwähnst. Es interessiert nämlich heutzutage niemanden mehr welchen Beruf deine Eltern ausüben oder wie deine Religionszugehörigkeit ist, außer du bewirbst die bei einem kirchlichen Arbeitgeber.

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3. Grundregeln eines tabellarischen Lebenslaufes

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte eigentlich immer dem oben genannten Ablauf folgen. Neben diesem Aufbau gibt es aber noch einige weitere Grundregeln, die du beim Erstellen deines tabellarischen Lebenslaufes beachten solltest:

  1. Lass keine zeitliche Lücke im Lebenslauf.

  2. Lebenslauf auf zwei Seiten, aber maximal auf drei Seiten beschränken.

  3. Achte auf Rechtschreibung und Grammatik.

  4. Nach dem Deckblatt kommt der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe.

  5. Keine Übertreibungen oder Lügen.

  6. Gib genaue Daten deiner Beschäftigungen an (Tag/Monat/Jahr).

4. Worauf musst du achten beim Erstellen eines tabellarischen Lebenslaufs?

Anders als beim ausführlichen Lebenslauf in chronologischer Reihenfolge ist der Lebenslauf in tabellarischer Form übersichtlich und antichronologisch zu gestalten. Deshalb gehört er bei den meisten Personaler zu den beliebtesten Formen des Lebenslaufes, er macht das Vergleichen einzelner Bewerber einfacher. Also vergiss nie, dass der Lebenslauf mit eines der wichtigste Dokument deiner Bewerbung ist. Deshalb solltest du ihn zum Bewerben einer neuen Stelle immer wieder anpassen.

DIN 5008 Tabellarischer Lebenslauf Seite.1
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DIN 5008 - Tabellarischer Lebenslauf Seite.1
DIN 5008 Tabellarischer Lebenslauf Seite.2
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DIN 5008 - Tabellarischer Lebenslauf Seite.2

Achtung, solltest du in einer Stellenausschreibung lesen, dass ein Curriculum Vitae verlangt wird, heißt das lediglich, dass du den tabellarischen Lebenslauf auf Englisch einsenden musst. Lebenslauf Vorlagen oder Muster findest du im Netz genügend, um dich inspirieren zu lassen. Den tabellarischen Lebenslauf professionell zu schreiben ist nicht immer einfach, aber wenn du jetzt noch folgende Tipps berücksichtigst, kann fast nichts mehr schiefgehen.

5. Wichtige Tipps und Tricks zur Erstellung des tabellarischen Lebenslaufs

Mach dir bewusst, dass er mit der wichtigste Teil der Bewerbung ist.

9 essentielle Tipps für deinen tabellarischen Lebenslauf:

  1. Verwende immer ein einheitliches Design zu deinem Anschreiben mit übersichtlichem Layout und verzichte auf kostenlose Bewerbungsmuster.

  2. Setz auf ein professionelles Bewerbungsfoto (Selfies sind ungeeignet).

  3. Baue den beruflichen/schulischen Werdegang antichronologisch auf.

  4. Gebe die beruflichen Stationen mit kompletter und korrekter Bezeichnung an.

  5. Passe den Lebenslauf immer auf die ausgeschriebene Stelle oder die angestrebte Position an.

  6. Soft Skills solltest du immer in den Lebenslauf integrieren.

  7. Gebe keine Rechtfertigungen für Kündigungen an.

  8. Die Formulierung „arbeitslos“ ist tabu, „arbeitssuchend“ oder „Umorientierungsphase“ klingen aktiver.

  9. Natürlich ist es auch immer wichtig den tabellarischen Lebenslauf wahrheitsgemäß zu erstellen, denn wie jeder weiß haben Lügen kurze Beine und auf kurz oder lang kommt immer die Wahrheit ans Licht.

6. Häufigsten Fehler die du vermeiden solltest

Bei der Vielzahl an Bewerbungen die Bewerber heutzutage schreiben müssen, kann es zu Fehlern kommen. Einige sind schwerwiegender als andere. Personaler erkennen fehlerhafte Bewerbungen meist auf den ersten Blick und sortieren diese aus.

Damit, dass nicht mit deiner Bewerbung passiert haben wir einige Fehler, die du vermeiden solltest, aufgelistet.

Eine für alles Bewerbung: Erstelle für jede Bewerbung die du abschickst einen neuen Lebenslauf. Das bedeutet nicht, dass du immer wieder erfundene Daten angeben sollst, sondern nur das du deine Bewerbung dem Stellenprofil anpasst.

Unterschrift: Dieser Fehler passiert häufig. Auf dem Anschreiben ist die Unterschrift, aber auf dem Lebenslauf fehlt sie. Dies gilt als Formfehler und vermittelt den Personaler Unachtsamkeit. Je nach Beruf kann dieser Fehler ein No-Go in der Bewerbung sein.

Informationen: Der tabellarische Lebenslauf sollte kurz und knapp formuliert sein. Hierbei ist es aber wichtig, Informationen nicht einfach weg zulassen. Besonders solltest du genauere Informationen zu deinem letzten Beruf geben, in denen du deine Position und Aufgaben im Unternehmen erläuterst.

Chronologie: Achte darauf, dass du die richtige Chronologie im Lebenslauf hast. Fange mit deiner aktuellen Position an und deiner beende mit deiner Schul- oder Berufsausbildung.

Aussortieren: Sortiere deinen Lebenslauf aus. Personaler interessiert es häufig nicht auf welcher Grundschule du warst, und viele Praktika, die nicht zur Stelle passen auf die du dich bewirbst, musst du nicht alle erwähnen.

Arbeitslosigkeit: Wenn du einige Monate Arbeitslos warst solltest du dies nicht explizit im Lebenslauf erwähnen. Es sei denn diese ging länger als sechs Monate, dann solltest du ggf. eine Weiterbildung erwähnen die du in diesem Zeitraum gemacht hast.

Formatierung: Achte darauf, dass du mit TAB alle Sätze und Zahlen bündig formatierst. Für die restlichen Formatierungen solltest du die DIN 5008 verwenden.

7. Vorlagen und Muster

Eigentlich weißt du nun alles was du wissen musst, um einen tabellarischen Lebenslauf zu erstellen. Wenn du trotzdem Beispiele oder eine Anregung brauchst, bieten wir dir hier eine Word Datei zum download an, die du bearbeiten kannst.

Download Link: Muster Tabellarischer-Lebenslauf

Eine Vorlage für einen Lebenslauf kannst du dir hier herunterladen.

Denke immer daran: Ein Lebenslauf sollte Immer individuell für deine Person und auch deine Situation angepasst oder geschrieben werden. Personaler merken schnell wer sich wirklich Zeit für seinen Lebenslauf gemacht hat und wer eher weniger. Wir haben dir noch drei Vorlagen hier zur Verfügung gestellt, die vielleicht etwas herausstechen können und die dir vielleicht eine Anregung geben können, damit du zu deinem perfekten Lebenslauf findest!

8. Fazit

Wenn du dich an alle Tipps hältst, hast auch du gute Chancen in den ersten fünf Minuten zu überzeugen, dass ist nämlich die durchschnittliche Zeit, die sich ein Personaler nimmt, um Bewerbungen durchzuarbeiten. Und genau wegen dieser Tatsache ist der tabellarische Lebenslauf von Vorteil, denn er stellt dich kurz, knapp und übersichtlich deinem neuen Arbeitgeber vor. Und, wenn dann auch noch das Design überzeugt bleibst du im Kopf und somit im Rennen.

Quellen:

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