Bewerbung fürs Praktikum So sicherst du dir den Praktikumsplatz deiner Träume

Berufserfahrung, Orientierung oder Pflichtpraktika, es gibt viele Gründe für ein Praktikum. Sie sind super hilfreich und können dich im besten Fall persönlich und beruflich weiterbringen. Aber wie schreibt man die perfekte Bewerbung für ein Praktikum? In diesem Artikel bekommst du die besten Tipps rund ums Praktikumsbewerbung schreiben.
Bewerbung fürs Praktikum
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 26.09.2018 | Aktualisiert am: 24.05.2019

Wie schreibt man eine Bewerbung für ein Praktikum?

Bewirbst du dich als Praktikant, sollte sich deine Bewerbung von einer Bewerbung für einen Nebenjob in ein paar Dingen unterscheiden. Du musst deine Motivation im Anschreiben viel stärker zum Ausdruck bringen und außerdem fachspezifischer sein. Schließlich möchtest du Erfahrung in einem ganz bestimmten Bereich sammeln, der im Idealfall an deiner beruflichen Zukunft orientiert ist. Auf ALPHAJUMP zeigen wir dir die besten Tipps die du bei einer Bewerbung für ein Praktikum beachten solltest.

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1. Was macht ein Praktikant?

Ein Praktikant arbeitet oft im Rahmen seiner Schullaufbahn oder im Rahmen seines Studiums für mehrere Wochen in einem Unternehmen und sammelt dort Eindrücke und praktische Erfahrung. Im Detail sieht dies folgendermaßen aus:

Ein Praktikant…

  • arbeitet freiwillig oder pflichtmäßig.
  • vertieft seine theoretischen Kenntnisse in praktischer Anwendung.
  • arbeitet vergütet oder unvergütet.
  • hat einen befristeten Vertrag von höchstens 6 Monaten.
  • kann bei Volljährigkeit bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.
  • bekommt einen Nachweis oder ein Zeugnis über die Ableistung des Praktikums.
  • sammelt praktische Erfahrung, idealerweise im Bereich seiner angestrebten beruflichen Zukunft.
  • erweitert seine Soft Skills und seine Hard Skills .
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2. Motivation Praktikum- Warum sich ein Praktikum anbietet

Ein Praktikum sollte im besten Fall nicht nur absolviert werden, damit es gemacht ist. Natürlich haben Schüler und Studenten während ihrer Ausbildung in den meisten Fällen ein Pflichtpraktikum zu absolvieren. Musst du ein Pflichtpraktikum absolvieren, so bietet es sich dennoch an, genau darüber nachzudenken wo du dies tust. Es kann dir bei deiner beruflichen Orientierung, der beispielsweise zur Verbesserung deiner Soft- und Hard Skills helfen. Praktische Erfahrung zu sammeln ist super wichtig und auch ein Pflichtpraktikum kannst du als Gewinn für dich sehen.

Wir haben dir ein paar gute Gründe für ein Praktikum zusammengestellt:

  • Praxiserfahrung im Studium: Studieren und die damit verbundene Anhäufung von theoretischem Wissen ist schön und gut aber einen Haken gibt es: Fehlende Praxiserfahrung. Leider werden die im Studium vermittelten Inhalte im späteren Berufsleben zu großen Teilen gar nicht benötigt. Ganz im Gegensatz zu praktischen Fähigkeiten. Deshalb ist es umso wichtiger, frühzeitig Praxiserfahrung zu sammeln und damit auf dem Lebenslauf zu punkten. Darüber hinaus erlebst du einen richtigen Arbeitsalltag mit allem was dazu gehört und kannst dir eine bessere Vorstellung von deiner zukünftigen Tätigkeit machen.

  • Geld verdienen: Geld kann man immer gebrauchen, das ist allgemein bekannt. Mit Ausnahme von Schülerpraktika werden mittlerweile viele Praktikantenstellen vergütet. Je nach Branche und Tätigkeit kannst du zwischen 400-1000 Euro im Monat verdienen, viel ist das nicht. Dauert dein Praktikum mehr als drei Monate, ist das Unternehmen verpflichtet, dir den Mindestlohn zu zahlen. Dann kannst du bei einer 40- Stunden-Woche schon mal 1.500 EUR brutto verdienen.

    Praktika, die weniger als drei Monate dauern sind beispielsweise auch vom Mindestlohn befreit, weshalb es immer wieder schwarze Schafe gibt, die dir sehr wenig Geld bieten. Da das Praktikum allerdings in erster Linie deine Erfahrung erweitern soll, sollte der Gehaltsaspekt auf der Liste für dein Praktikum nicht auf Nummer Eins stehen. Wenn du gut bezahlt wirst, ist es natürlich aber immer besser.

  • Netzwerken: Netzwerken ist ein wichtiges Stichwort, dass du dir auch für die Zukunft merken solltest. Während deines Praktikums lernst du viele Leute aus verschiedenen Bereichen kennen. Vielleicht hast du auch das Glück und darfst mit auf Messen fahren, hier wimmelt es nur so von weiteren interessanten Arbeitgebern. Oft genug ergeben sich hieraus Vorteile für die weitere Karriere.

  • Übernahmechancen: Hast du einmal Fuß gefasst in einem Unternehmen und dich während deiner Tätigkeit engagiert, so bleibst du den Kollegen und dem Chef in guter Erinnerung. Noch besser als das ist, wenn das Unternehmen dich gar nicht mehr gehen lassen möchte und dir eine Werkstudentenstelle anbietet. Aus einer Werkstudentenstelle entsteht nicht selten eine Festanstellung, schließlich hast du dich bereits im Unternehmen bewährt und benötigst keine aufwendige Einarbeitungsphase mehr.

  • Kompetenzen fördern: Als Praktikant wirst du gefördert und gefordert. An manchen Nachmittagen wirst du müde auf die Couch fallen. Der Vorteil daran ist, dass du deine Stärken und Schwächen kennenlernst und diese später gezielter einsetzen kannst, beziehungsweise weißt, wie du an ihnen arbeiten kannst. In Vorstellungsgesprächen wird es dir daher wesentlich leichter fallen, deine persönlichen Stäken hervor zu bringen und nicht nur 08/15-Kompetenzen nennen zu können.

3. Bewerbung für ein Praktikum: Aufbau und Inhalte

Was ein Praktikum ist, wann und wofür es sich anbietet haben wir jetzt geklärt. Weiter geht’s mit dem WIE.

3.1 Was gehört rein?

Lebenslauf und Anschreiben gehören in deine Bewerbung für ein Praktikum. Welche Unterlagen du außerdem brauchst, erfährst du jetzt:

  • Deckblatt (optional)
  • Bewerbungsfoto (optional aber empfohlen)
  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnisse und Bescheinigungen
  • Motivationsschreiben (optional)

3.2 Anschreiben für dein Praktikum

Beim Anschreiben für ein Praktikum existiert ein grundsätzlicher Aufbau, der üblich ist und sich über eine lange Zeit bewährt hat. Allzu allgemein solltest du es mit deinem Anschreiben für dein Praktikum jedoch nicht halten.

Wichtig ist eine klare Struktur, sowohl formal als auch inhaltlich. Wenn du kein separates Motivationsschreiben angefertigt hast, sprich deine Motivation an und bringe deine persönliche Note mit ein. Es gilt: Ein gutes Anschreiben ist die halbe Miete.

Im Folgenden findest du einen Leitfaden, nach dem du dein Anschreiben aufbauen kannst.

  1. Absender: (Frontalansicht: links oben) Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail Adresse.

  2. Adressat: (Frontalansicht: links oben unter Absender) Name der Firma, Name des Adressaten, Adresse der Firma.

  3. Ort und Datum: (Frontalansicht: rechts oben unter Adressat) Wohnort und aktuelles Tagesdatum.

  4. Betreffzeile: Exakte Stellenbezeichnung der Stellenanzeige, ggf. mit Referenznummer.

  5. Anrede: Idealerweise Nennung der zuständigen Person/en, ansonsten „Sehr geehrte Damen und Herren“.

  6. Einleitung: Der erste Satz ist wichtig! Vermeide hier allgemeine Floskeln. Nutze einen originellen und eröffnenden Einstiegssatz. Erkläre zum Beispiel auf eine originelle Art und Weise wie bist du auf das Unternehmen aufmerksam geworden bist oder was deine Motivation ist.

  7. Hauptteil: Was für ein Studium übst du aktuell aus? In welcher Klasse bist du? Welche Ausbildung machst du? Welcher Schule oder Hochschule kommst du? Oder in welchem Unternehmen hast du deine Ausbildung gemacht? Wieso passt deine Laufbahn perfekt zur Praktikumsstelle? Was sind deine Qualifikation? Was macht dich besonders? Warum möchtest du in diesem Bereich praktische Erfahrung sammeln? Nennung der Soft Skills..

  8. Bezug zum Unternehmen: Warum möchtest du genau in diesem Unternehmen arbeiten? Welche bisherigen Erfahrungen und Eigenschaften machen dich für die Stelle ideal? Hier sollten die angeführten Punkte mit der Stellenanzeige matchen).

  9. Schlussteil: Hinweis, dass du sich auf das Vorstellungsgespräch freust, mit freundlichen Grüßen, Name, Unterschrift.

  10. Anlagen: Auflistung aller angehängten Dateien, sollte nicht über zwei Zeilen gehen.

3.3 Lebenslauf für dein Praktikum

Was gehört in den Lebenslauf für einen Praktikumsplatz rein und was ist eher unwichtig? Überlege dir vorher gut, welche Informationen du verwenden möchtest. Überflüssige Informationen können deinem Lebenslauf nämlich manchmal genauso schaden, wie das Außenvorlassen wichtiger Details.

Achte im Lebenslauf bei deiner Bewerbung für einen Praktikumsplatz in jedem Fall auf klar gegliederte Überschriften, unter denen du die einzelnen Daten aufführst. Als reguläre Form gilt ein tabellarischer Lebenslauf, der einem anti-chronologischen Aufbau folgt. Die linke Spalte beinhaltet die Bezeichnung der Information und/oder das Datum, während die rechte Spalte den entsprechenden Inhalt zeigt.

Einen Überblick über den Aufbau deines Lebenslaufes für ein Praktikum bekommst du jetzt:

  1. Überschrift: Ganz klassisch kannst du als Überschrift „Lebenslauf“ verwenden, das ist eher in den konservativen Branchen erwünscht. Hier sollte die Überschrift auch strikt Schriftgröße 14 haben und fett markiert sein. In den kreativen Branchen ist es mittlerweile geläufiger seinen Namen als Überschrift zu verwenden. Hier hast du auch beim Layout größeren Spielraum.

  2. Bewerbungsfoto: Ob du deiner Bewerbung bzw. deinem Lebenslauf ein Bewerbungsfoto anhängst, ist dir als Bewerber mittlerweile vom Gesetzgeber freigestellt worden. Falls du dich dafür entscheidest, solltest du dein Foto auf deinem Lebenslauf rechts, oben in der Ecke platzieren. Nutze immer ein professionelles Bewerbungsfoto!

  3. Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail Adresse, Geburtsdatum und –ort.

  4. Berufliche Laufbahn Angefangen mit dem aktuellsten Datum(zeitlich absteigend): Jobs, Praktika, usw. (Nennung des Arbeitgeber und Jobbeschreibung (nicht mehr als 5 Bullet Points pro Jobbeschreibung).

  5. Ausbildung Angefangen mit dem aktuellsten Datum (zeitlich absteigend): Schullaufbahn, Studium, Ausbildung usw.

  6. Kenntnisse und Fähigkeiten Fremdsprachenkenntnisse, EDV-Kenntnisse, Freiwilligenarbeit und sonstige Qualifikationen, Plus Angabe, wie gut du diese beherrschst. (gut, sehr gut, Grundkenntnisse,…).

4. Die Passende Bewerbung

Wichtig ist immer, dass deine Bewerbung mit dem jeweiligen Unternehmen oder zumindest mit deren Branche matcht. Es sollte gerade in deinem Anschreiben einen gewaltigen Unterschied machen, ob du dich in einer Marketingagentur bewirbst oder in einer Anwaltskanzlei. Das richtige Praktikum finden, ist gar nicht so einfach. Deshalb solltest du stets darauf achten, dass deine Bewerbung zum Praktikum passt.

Je nach Branche kannst du dich nämlich sowohl durch passenden Ausdruck, als auch durch die formale Gestaltung branchenabhängig unter Beweis stellen. Gut ist in beiden Fällen, wenn du dich auf positive Weise von deinen Mitbewerbern abheben kannst.

4.1 Stay conservative- die klassische Bewerbung

Für die konservativen, nicht kreativen, und unternehmerischen Berufe gelten auch klassische Anforderungen an die Bewerbung. So solltest du auf folgendes achten:

  • Achte unbedingt auf korrekte Grammatik und Zeichensetzung.

  • Gestalte deine Bewerbungsunterlagen einheitlich.

  • Wage nicht zu viel, hier steht eher die inhaltliche Korrektheit im Vordergrund.

  • Bei postalischer Übermittlung, wähle für die Bewerbungsmappe Karton und eine graue, dunkelblaue oder schwarze Farbe.

  • Wähle sowohl für das Anschreiben, als auch für den Lebenslauf ein klares und professionelles Layout, das dem Leser den schnellen Überblick über deine Daten ermöglicht.

  • Führe im Lebenslauf nur das auf und detaillierter aus, was für den Arbeitgeber relevant sein könnte.

4.2 Be inventive- die kreative Bewerbung

Natürlich gelten auch für kreative Berufe oder für soziale Berufe einige Richtlinien. Im Fokus steht dennoch: Je kreativer, die Branche, desto kreativer die Bewerbung. Auch hier ein paar Vorschläge und Tipps von unserer Seite:

  • Formal gilt: Gestalte sowohl deinen Lebenslauf, als auch dein Anschreiben möglichst kreativ. WERBE für dich! Vielleicht sogar im Corporate Design des Unternehmens, oder zumindest in dessen Farben?

  • Versuche mit deiner Bewerbung Neugierde zu wecken.

  • Rubrik Schwächen im Lebenslauf schaffen. Hier kannst du Dinge einführen wie: Unecht lächeln oder LKW- Fahren. Dieser Lebenslauf zeugt von Humor und bleibt dem Leser ganz bestimmt im Kopf hängen.

  • Nutze zum Beispiel eine Timeline als Lebenslauf.

  • Die Rubrik „Hobbys“ im Lebenslauf solltest du hier in keinem Fall aussparen.

  • Versuche mit dem ersten Satz im Anschreiben schon die volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Arbeite hier auf keinen Fall mit üblichen Floskeln!

4.3 Die passende Bewerbung nach Branchen

Dein Praktikum kannst du in den unterschiedlichsten Bereichen absolvieren- eigentlich so gut wie in jedem Berufsfeld und in jeder Branche. Je nachdem wo du dich bewirbst, solltest du aber auch deine Bewerbung anpassen. Wir haben zwei gegensätzliche Beispiele herausgesucht und geben dir Tipps für die passende Bewerbung.

Bewerbung Praktikum Kindergarten: In einem Kindergarten trägt man viel Verantwortung, das muss dir auch als Praktikant bewusst sein. Du musst geduldig sein, mit einem starken Lärmpegel umgehen können und deine kreative Ader spielen lassen. Aber auch in deiner Bewerbung kannst du auf einiges achten. Ein Kindergarten zählt nicht unbedingt zu den konservativsten Arbeitsplätzen. Solltest du dich für ein Foto entscheiden, musst du zum Beispiel keinen Anzug mit Krawatte oder eine Bluse mit Blazer tragen. Es reicht wenn du ordentlich gekleidet bist. Außerdem bietet sich in solchen Berufen ein Motivationsschreiben an. Da der Job Kreativität erfordert kannst du auch im Anschreiben etwas lockerer schreiben. Achte einfach darauf, dass alle wichtigen Infos vorhanden sind uns spiele mit Formulierungen und dem Aufbau.

Bewerbung Praktikum Bürokraft: Bewirbst du dich beispielsweise um ein Praktikum im Büro, solltest du deine Bewerbung eher in klassischer Form abliefern. Wenn du ein professionelles Bewerbungsfoto einfügst, solltest du hier auf einen Businesslook achten. Auch beim Aufbau und Inhalt solltest du dich eher an einer klassischen Bewerbung orientieren. Natürlich kannst du mit deinen Formulierungen deinen eigenen Touch einbringen. Allzu offen solltest du allerdings nicht sein.

Weitere klassische Branchen in denen du dein Praktikum absolvieren kannst sind:

  • Praktikum Einzelhandel
  • Praktikum Altenpflege
  • Praktikum Krankenhaus
  • Praktikum Marketing

4.4 Bewerbung Schülerpraktikum

Das Schülerpraktikum ist eine besondere Form des Praktikums. Im Rahmen deiner schulischen Laufbahn musst du mindestens eins, an manchen Schulen sogar mehrere Praktika absolvieren. Meistens wird das schulische Pflichtpraktikum für die 8. Klasse angesetzt. In diesem Alter wissen viele Schüler noch nicht, wie sie sich ihre berufliche Laufbahn vorstellen. Es hilft aber bei der Orientierung und bietet die Möglichkeit neben den theoretischen Inhalten in der Schule auch einmal praktische Erfahrungen in einem Bereich der Wahl sammeln zu können.

Bei der Bewerbung für ein Schülerpraktikum handelt es sich in den meisten Fällen um das erste. Viel praktische Erfahrung und co. kannst du deshalb natürlich noch nicht vorweisen. Führe deshalb deine Interessen und Stärken an. Deine Motivation für das Praktikum solltest du hier außerdem ganz besonders überzeugend darstellen.

Unwichtig erscheinende Nebenjobs wie Babysitten oder Zeitung austragen sollten außerdem auf jeden Fall angeführt werden. Auch wenn die Tätigkeiten an sich für den Beruf nicht relevant sind, zeigen sie dass du fähig bist, Verantwortung zu übernehmen.

5. Initiativbewerbungen

Initiativbewerbungen kommen bei Unternehmen in der Regel immer gut an. Manche Firmen schreiben sogar auf ihre Internetseite, dass sie Initiativbewerbungen ausdrücklich wünschen. Zwar sind deine Chancen einen Platz zu bekommen nicht so hoch, wie wenn du dich auf eine ausgeschriebene Stelle bewirbst, Initiativbewerbungen zeigen dem Unternehmen aber, dass du unbedingt für dieses arbeiten möchtest. Die Bewerbung für ein Praktikum und die damit verbundene Motivation werden sich Unternehmen auch merken wenn gerade kein Bedarf besteht. Oftmals kommen sie dann von sich aus auf dich zu, wenn eine Stelle frei wird.

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6. Was muss beachtet werden, wenn Leistungen nach dem SGB II bezogen werden?

Nach dem Abschluss eines Studiums ist es nicht ungewöhnlich, wenn du Sozialleistungen beziehst. Du musst schließlich deine Existenz sichern und solange du keinen festen Job hast, fehlt dir dazu das nötige Kleingeld. Solltest du nach dem Studium allerdings ein Praktikum machen wollen und Leistungen nach dem SGB II beziehen, muss das mit dem Jobcenter abgeklärt werden.

  • Grundsätzlich: Das Jobcenter sieht gerne g, wenn sich ein Arbeitsuchender durch ein Praktikum auf dem neusten Stand halten und seine Kenntnisse erweitern möchte.

  • Wer ein Praktikum absolviert, steht der Vermittlung in den Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Deshalb muss dein Praktikum genehmigt werden muss. Außerdem kann ohne Genehmigung des Jobcenters der Anspruch auf das ALG II verloren gehen - zumindest für die Zeit des Praktikums. Achtung: Unter Umständen macht man sich sogar strafbar, wenn man dem Jobcenter ein Praktikum nicht anzeigt.

  • Für die Zeit des Praktikums wird zwischen dem Jobcenter und dem Praktikumsgeber ein Maßnahmenvertrag geschlossen. Dieser stellt einerseits sicher, dass der Arbeitslose sein ALG II weiter erhält und er andererseits beim Arbeitgeber gegen Arbeitsunfälle versichert ist. Damit handelt es sich bei dem Praktikum offiziell um eine Eingliederungsmaßnahme zur Eignungsfeststellung nach § 16 SGB II.

  • Zusätzlich zur Weiterzahlung der SGB II-Leistungen für die Dauer eines unbezahlten Praktikums, erstattet das Jobcenter auf Antrag die Fahrtkosten zur Praktikumsstelle und auch eventuell erforderliche Arbeitskleidung oder Arbeitsmittel, wenn diese nicht vom Arbeitgeber getragen werden.

  • Bei bezahlten Praktika wird die Praktikumsvergütung auf die SGB II-Leistungen angerechnet. Anrechnungsfrei hinzuverdienen darfst du aktuell, wie bei jeder anderen Beschäftigung im SGB II-Bezug, 165,-- EUR.

  • Sinngemäß gelten dieser Vorschriften auch, wenn du bereits Ansprüche auf Arbeitslosengeld I erworben hattest und dieses nach dem Studium beziehst. Die einzelnen Regelungen findest du dann im SGB III und dein Ansprechpartner ist die Agentur für Arbeit.

7. Die Zeit nach dem Studium- welche Alternativen gibt es zum Praktikum?

Nach einem Studium bist du für die Ausübung eines Berufs qualifiziert. Ein freiwilliges Praktikum sollte daher nach dem Studienabschluss die Ausnahme sein und nur dann stattfinden, wenn es für deinen Einstieg ins Berufsleben förderlich ist . Es dient dazu, Kontakte zu knüpfen und Praxiserfahrung zu sammeln. Mehr als ein Praktikum solltest du jedoch nach dem Studium keinesfalls machen, wenn du dir nicht bereits sicher bist, in welche Richtung du dich fokussieren möchtest.

Wenn du nach deinem Studium direkt eine Festanstellung im Beruf deiner Träume findest ist das natürlich ein optimaler Berufseinstieg. Gelingt dir das nicht, hast du neben einem Praktikum noch andere Möglichkeiten den Weg ins Berufsleben zu finden.

Trainee-Programm:

  • sehr gute Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln und auf eine Festanstellung hinzuarbeiten.

  • Sechs bis 24- monatige Ausbildung, in der du zu einem young professional ausgebildet wirst

  • Gut, wenn du bereits genau weißt, dass du nach deinem Studium oder vielleicht schon währenddessen ein Unternehmen gründen möchtest oder dich selbstständig machen möchtest.

Alles rund um ein Trainee-Programm kannst du auf unserer Seite finden!

Weitere Optionen, die aber keine Dauerlösung darstellen sollten können für dich auch sein:

  • Aushilfs- oder Vertretungsjob
  • Arbeiten in Teilzeit
  • Zeitarbeit

Andere Alternativen im Anschluss ans Studium zum Praktikum sind Auslandsaufenthalte und Reisen, bevor man schlussendlich in den Arbeitsalltag startet. Nach dem Studium ist sozusagen die „letzte Möglichkeit“ seine Freiheit noch zu genießen. Im Berufsleben sind die Möglichkeiten, sich für eine längere Zeit Urlaub zu nehmen begrenzt. Wenn du die Chance nach dem Studium also nochmal ergreifen möchtest hast du folgende Optionen:

Work and Travel: Work und Travel nach dem Studium bietet eine super Alternative, um ein anderes Land (beispielsweise Australien oder Neuseeland) kennen zu lernen, dort ein wenig zu reisen und die Kultur kennenzulernen und regional zu arbeiten. Work and Travel kannst du in unzähligen Ländern betreiben, dir deine Zeit ganz individuell einteilen und einfach weiterziehen wenn es dir passt.

Reisen / Backpacking: “Eine Investition ins Reisen ist eine Investition in dich selbst.“ Treffender hätte Matthew Karsten es nicht sagen können. Wenn sich dir die Möglichkeit bietet und dich die Reiselust gepackt hat, zögere nicht. Mit Freunden zu reisen ist natürlich cool aber trau dich ruhig auch alleine aufzubrechen, wenn sich dir niemand anschließen will. Auch wenn du alleine reist, lernst du sicher schnell andere Backpacker kennen, mit denen du ein anderes Land bereisen kannst.

Reisen macht sich außerdem auch im Lebenslauf gut, denn dadurch zeigst du, dass du ein offener Mensch bist der noch dazu interkulturelle Kompetenzen besitzt.

Weitere sinnvolle Alternativen zum Praktikum nach dem Abschluss sind ehrenamtliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel soziales Engagement in Alten- und Seniorenheimen, sowie beim Roten Kreuz oder in Krankenhäusern. Zum Ehrenamt gehören auch auf dein Studium bezogen noch Fachschaften oder Studienausschüsse, wo man beim Planen von Semester- und Studentenparties mithilft und bei denen man beim Organisieren von verschiedenen Events rund um das Studium Tätigkeiten übernehmen kann.

Außerdem sind neben Praktika nach dem Studium auch zur Überbrückung bis zu einer richtigen Festanstellung auch bestimmte weiterbildende Kurse und Maßnahmen eine sinnvolle Alternative – vor allem wenn du sie später auch im Berufsleben gebrauchen kannst. Dazu gehören beispielsweise:

  • IT-Fortbildungskurse
  • SAP-Kurse
  • MS-Office-Kurse
  • Sprachkurse
  • Business-Kurse
  • Präsentationstechnik-Kurse

Nach erfolgreicher Teilnahme an solchen Kursen kannst du dir ein Zertifikat ausstellen lassen, welches du zusätzlich in Bewerbungsgesprächen als ein weiteres Plus verzeichnen kannst. Damit zeigst du deinem potentiellen Arbeitgeber, dass du interessiert daran bist Neues zu lernen und unterstreichst nochmal deine Eigeninitiative.

8. Häufige Fehler und wie du sie umgehst

  1. Zu wenige Bewerbungen: Klar, es gibt für jeden den einen Wunscharbeitgeber. Trotzdem solltest du dich auf mehrere Stellen bewerben. Es gehört einiges an Glück dazu nach zwei Bewerbungen schon eine Einladung zum Vorstellungsgespräch geschweige denn eine Stelle zu bekommen.

    Außerdem kannst du oft gar nicht wissen, ob sich der „Alternativarbeitgeber“ im Nachhinein vielleicht doch als ein absoluter Glücksgriff herausstellt. Sicherlich solltest du dich nur bei Arbeitgebern bewerben, bei denen du dir auch vorstellen kannst zu arbeiten. Es ist jedoch sinnvoll von vorne herein möglichst viele Bewerbungen zu schreiben, im Zweifel absagen kannst du immer.

    Natürlich ist das Fleißarbeit, aber eine die sich auszahlen wird. Von Bewerbung zu Bewerbung lernst du nicht nur dazu und wirst besser, es erhöhen sich logischerweise auch die Chancen schnell einen Job zu finden.

    Tipp: Wenn du dich über eine Job-Matching Plattform, wie zum Beispiel ALPHAJUMP bewirbst, erhöhen sich deine Chancen eine passende Stelle zu finden enorm. Hier kannst du nämlich einfach angemeldet bleiben und den Job Matching Service so lange nutzen, bis du die perfekte Stelle für dich gefunden hast.

  2. Fehlende Individualität: Wenn du für jede Bewerbung dieselbe Vorlage verwendest, kann das ganz schnell in die Hose gehen. Personaler merken sofort, ob du dir Mühe gegeben hast eine individuelle Bewerbung zu schreiben oder nicht. Es sollte immer so wirken, als würdest du genau in das eine Unternehmen wollen. Um das so wirken zu lassen, solltest du z. B. dein Layout anpassen, den Unternehmensslogan aufgreifen oder in deiner Bewerbung Dinge aufgreifen, die das Unternehmen ausmachen.

  3. Fehlende Struktur: Halte dich inhaltlich an eine Struktur und werfe nicht unterschiedliche Punkte durcheinander. Du solltest immer Absätze nutzen um deine Bewerbung in sinnhafte Abschnitte zu gliedern.

  4. Nutzung des Konjunktivs: „Ich würde mich freuen,…“ „Ich könnte Ihnen für 3 Monate zur Verfügung stehen“. Der Konjunktiv in der Bewerbung hat tatsächlich, wie viele annehmen, nichts mit Höflichkeit zu tun. Viel mehr wirkst du so unsicher und nicht selbstbewusst. Nutze stattdessen den Indikativ und formuliere stets aktiv! „Ich stehe Ihnen für 3 Monate zur Verfügung“. Das hat nämlich genau die umgekehrte Wirkung.

  5. Zu langIn einer Bewerbung geht es immer um Qualität! Nicht um Quantität! Dein Anschreiben sollte nie länger als eine Seite sein. Personaler haben am Tag so viele Bewerbungen zu lesen, da wird ein Anschreiben über einer Seite auch schnell mal aussortiert. Versuche dich kurz zu halten und mit dem was du schreibst, zu glänzen.

  6. Keine UnterschriftAchte immer darauf, dass du am Ende deines Anschreibens nicht nur Ort und Datum platzierst, sondern auch deine Unterschrift unter den Text setzt. Falls du deine Unterlagen nicht postalisch, sondern eine E-Mail Bewerbung verschickst, kannst du dein Anschreiben ausdrucken, es unterschreiben und dann wieder einscannen.

  7. Unpassende E-Mail Adresse: So etwas wie „Häschen24“ sollte sich nicht in deiner Bewerbung wiederfinden. Nutze in jedem Fall eine seriöse E-Mail Adresse. Idealerweise hat deine Mail Adresse folgende Struktur: „[email protected]

  8. Gehaltsfrage ignorieren: Wenn in der Jobanzeige schon die Frage nach einer Gehaltsvorstellung gestellt wird, solltest du diese am besten auch nicht ignorieren. Auch das hat nichts mit Höflichkeit zu tun. Eher macht es beim Unternehmen den Eindruck, dass du die Stellenanzeige nicht ordentlich gelesen hast.

    Natürlich solltestest du keine unrealistisch hohen Gehaltsforderungen stellen und dich auch nicht unter deinem Wert verkaufen. Informiere dich am besten ausreichend im Voraus, was eine realistische Gehaltsvorstellung sein könnte und formuliere diese z.B. so: „ Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 35.000 EUR brutto im Jahr.“

9. Kostenlose Bewerbungsmuster

Wenn du mal so gar nicht weißt, was du in deine Bewerbung schreiben sollst und noch nicht viel Erfahrung mit dem Thema Bewerbung fürs Praktikum hast, können Bewerbungsmuster aus dem Internet eine echte Hilfe sein. Hier kannst du einiges an Vorlagen kostenlos herunterladen, die dir viel Zeit und Arbeit ersparen können. Du solltest aber die Vorlagen niemals eins zu eins übernehmen und immer individuell an dich, die Stelle und das Unternehmen anpassen. Verzichte also auf reines „Copy and Paste“ sondern sehe die Vorlagen eher als Anregung.

9.1 Kostenlose Lebenslauf Beispiele

Der Lebenslauf ist das A und O deiner Bewerbung. Alle wichtigen Eckdaten deiner Ausbildung und deiner vorherigen Arbeitsverhältnisse müssen darin auf einen Blick für den Personaler ersichtlich sein, denn ansonsten kann es sein, dass deine Bewerbung ganz schnell im Mülleimer landet.

Da in einem laufenden Bewerbungsverfahren wahrscheinlich sehr viele Bewerbungen in der Recruitingabteilung des Unternehmens landen, ist es wichtig, nicht in der Masse zu verschwinden, sondern mit einer individuellen Bewerbung und einem dementsprechenden Lebenslauf besonders herauszustechen.

ALPHAJUMP hat für dich sechs Vorlagen für mögliche Lebensläufe erstellt, an denen du deinen persönlichen und vollkommen individuellen Lebenslauf erarbeiten kannst. Mit einem Klick auf das Bild erhältst du direkt das Word-Dokument, klickst du auf den Button darunter, kannst du dir die Vorlage in PDF-Format anschauen.

9.2 Kostenlose Muster Deckblätter für deine Bewerbung zum Praktikum

Eigentlich ist oder sollte ein Deckblatt bei deiner Bewerbung kein wirklicher Entscheidungsgrund sein für eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch oder sogar einer Anstellung. Ein gelungenes Deckblatt ist quasi die Kirsche auf deinem Eisbecher der Bewerbung.

Wirkliche Vorlagen bei denen du nur deinen Namen eintragen musst können wir dir natürlich nicht anbieten, da jeder vollkommen individuell sein Deckblatt der Bewerbung konzipieren sollte. Was wir dir aber anbieten können sind verschiedene Vorlagen oder Muster, an denen du dich schon mal orientieren kannst.

Hier haben wir fünf mögliche Deckblätter vorbereitet, die Du dir mit einem Klick auf das Bild in Word-Format oder einfach in PDF-Format herunterladen kannst.

Zum Abschluss noch ein Tipp für deine Jobsuche: Auf ALPHAJUMP kannst du dein kostenloses Job-Match erstellen und herausfinden, wie gut deine Kompetenzen zu deinem Traumjob matchen. Hier kannst Du dich kostenfrei registrieren und ganz bequem Jobanfragen von interessanten Arbeitgebern erhalten.

Wenn du die Tipps auf unserer Seite befolgst, steht deiner erfolgreichen Bewerbung für ein Praktikum eigentlich nichts mehr im Wege. Natürlich kannst du aber rund um das Thema Bewerbung noch weitere Artikel auf ALPHAJUMP finden

Quellen:

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