Assessment Center Übungen, Vorbereitung und Tipps

Vier Phasen, in denen du auf Herz und Nieren bezüglich deiner fachlichen und persönlichen Kompetenzen getestet wirst. Bestandteile eines Assessment Centers, den typischen Ablauf eines Assessment Centers sowie Tipps und Tricks: Das alles findest du hier, damit dein AC ein voller Erfolg wird.
Assessment Center
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 17.07.2017 | Aktualisiert am: 23.05.2019

Infos und Tipps für dein Assessment Center

Assessment Center werden gerade in größeren Unternehmen genutzt, um geeignete Kandidaten mit den zu erfüllenden Soft Skills für das Unternehmen zu ermitteln. Dabei werden die Teilnehmer mit unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert, die sie lösen müssen. Doch welches Ziel verfolgen die Unternehmer damit? Ganz einfach: Sie wollen herausfinden, welcher Bewerber in fachlichen und persönlichen Belangen optimal zu der geschalteten Stellenanzeige und zu dem Unternehmen passt. ALPHAJUMP nennt dir für die optimale Vorbereitung Tipps und Tricks, damit du dich sicher fühlst.

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1. Definition Assessment Center

Unter einem Assessment Center versteht man ein umfassend angelegtes eignungsdiagnostisches Verfahren, bei welchem verschiedene Kandidaten hinsichtlich ihrer Eignung für bestimmte Positionen beurteilt werden. Im Zuge der mehrtägigen assessment centern werden die Bewerber hierfür vor verschiedene Assessment Center Aufgaben oder Situationen gestellt und in Bezug auf den Umgang mit diesen bewertet.

Das Auswahlverfahren wird entweder durch das Unternehmen selbst organisiert und durchgeführt oder die Unternehmen suchen sich externe Unterstützung. Bei diesen Verfahren werden die Kandidaten entweder einzeln oder in Gruppen auf die Probe gestellt. Die dabei durchgeführten Assessment Center Übungen sind Tests, Plan- / Rollenspiele und Auswahlgespräche.

Auch Fallstudien und Case Study, Postkorbübungen oder Kompetenztests können den Kandidaten in einem Assessment Center begegnen. Mit bis zu drei Tagen Dauer kann ein solches Verfahren viel Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die allerdings gut investiert ist, denn das Assessment Center Training kommt dir in jeden Fall zu Gute.

2. Phasen Assessment Center

Das Assessment Center folgt in der Regel einem bestimmten Ablauf. Dieser lässt sich typischerweise in vier Phasen gliedern. Welche Phasen das sind, zeigen wir dir jetzt:

  • Selbstpräsentation
  • Übungen
  • Rollenspiele
  • Feedback

2.1 Selbstpräsentation

In der Phase der Selbstpräsentation geht es darum, dich vor den anwesenden Personen vorzustellen und zu präsentieren. Bewirbst du dich auf eine konkrete Stelle, sollte zu dieser natürlich auch der Bezug hergestellt werden. Eine gute Vorbereitung für das Assessment Center ist also ein absolutes Muss.

Im Anschluss werden die Stärken und Schwächen von dir als Kandidat unter die Lupe genommen. Der Fokus liegt in dieser Phase auf deiner Körpersprache sowie deiner Art zu artikulieren. Achte darauf deshalb besonders.

Wichtig ist in jedem Fall die richtige Kleidung im Assessment Center. Der Dresscode ist Business- Das heißt Männer tragen Anzug und Krawatte, Frauen ein Kostüm, Hosenanzug oder ähnliches. Achte also auf den richtigen Kleidungsstil und auf ein gepflegtes Äußeres im Generellen.

Gerne stellen die Prüfer folgende Fragen - Beispiele und Fragen im Assessment Center:

  • Was machen Sie den ganzen Tag? Bei dieser Frage ist Vorsicht geboten. In vielen Fällen will der Prüfer checken, ob du deine Zeit sinnvoll nutzt. Vermeide Aussagen, die dich als Faulenzer darstellen könnten und nenne neben deinen Hobbys zum Beispiel auch produktive Aufgaben oder solche, die bei deiner Persönlichkeitsentwicklung helfen. Selbst wenn du zurzeit arbeitssuchend bist und nicht sehr viel zu tun hast, solltest du es also gut verpacken.

  • Wie machen Sie das und warum machen Sie es so? Diese Frage stellen Prüfer zum Beispiel gerne, wenn sie wissen wollen wie du in einer bestimmten Situation vorgehen würdest. Wenn du also deine Vorgehensweise beschreibst denke immer daran auch zu erklären, warum du so agieren würdest.

  • Worin hatten Sie Erfolg? Hier ist Platz um dich in ein gutes Licht zu rücken. Hast du etwas besonders gut gemacht, kannst du bestimmte Erfolge vorweisen? Hier meint der Prüfer keine Erfolge in Hobby-Sportvereinen oder ähnlichem. Vielmehr kannst du an dieser Stelle Erfolge nennen, die zur Entwicklung deiner Persönlichkeit beigetragen haben oder vielleicht hilfreich für den Job sein könnten, auf den du dich bewirbst.

  • Woran sind Sie gescheitert? Wo haben sie einen Fehler gemacht? Mit dieser Art von Frage richtig umzugehen ist eine Gradwanderung. Du solltest hier keinesfalls gravierende oder folgenschwere Fehler anführen, die du mal gemacht hast. Zu sagen dass du keine Fehler hast oder noch nie gescheitert bist, ist aber definitiv auch der falsche Weg. Führe hier eher kleine Fehler an und entkräfte sie indem du sagst wie du mit ihnen umgegangen bist oder was du daraus gelernt hast. Der Prüfer erwartet hier eine Antwort, die ihm Aufschluss über deine Fähigkeit zu Selbsteinschätzung und Selbstkritik gibt.

  • Was erwarten Sie von Ihren Vorgesetzten? Hier kannst du ehrlich ansprechen, was du von deinem zukünftigen Chef erwartest. Fehl am Platz sind Aussagen wie: „Es wäre schön wenn wir ab und zu zusammen ein Bier trinken könnten“ oder „Mein Vorgesetzter sollte Spaß verstehen und nicht alles allzu ernst nehmen“. Vielmehr solltest du Charaktereigenschaften nennen, die für das Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind. Hierunter fallen zum Beispiel Ehrlichkeit oder das Üben von konstruktiver Kritik.

  • Wie verhalten Sie sich, wenn eine schnelle Entscheidung notwendig ist? Der Prüfer will hier wahrscheinlich testen, ob du einen kühlen Kopf bewahren kannst oder schnell den Überblick verlierst. Eine Antwort die nicht so gut ankommt wäre zum Beispiel: „Ich entscheide einfach aus dem Bauch heraus“. Das zeigt, dass du dich nicht intensiv mit dem Problem beschäftigt hast. Antworte vielmehr etwas das zeigt, dass du auch bei schnellen Entscheidungen objektiv an die Sache herangehst und aufgrund rationaler Gedanken entscheidest.

  • Wie kam es zur Berufswahl? Mit dieser Frage will der Prüfer herausfinden, was die Beweggründe für diesen einen Beruf waren. Besteht schon langzeitiges Interesse, ist der Beruf Familientradition oder hast du ihn aus Mangel an Alternativen gewählt?

    Im besten Fall zeigst du auf, dass du schon lange Interesse an dem Beruf hegst,es keine Entscheidung aus dem Bauch war und deine Fähigkeiten in diesem Beruf besonders gefragt sind. Weitere Gründe können Praktika, Hobbys oder auch Begabung sein. Das Argument des Ausprobierens solltest du aber auf jeden Fall vermeiden. Warum sollte ein Unternehmen Zeit und Geld in dich investieren wenn du dir selbst nicht einmal sicher bist?

  • Welche Ziele haben Sie für Ihre Karriere? Hier will der Prüfer von dir wissen, ob du zielstrebig bist. Wenn dir ein Karriereziel fehlt, fehlt auch die Vision auf die du hinarbeiten kannst. Dies wiederum führt zu Stagnation, was für Unternehmen alles andere als förderlich ist .Deshalb überlege dir vorher, was du verändern oder erreichen willst. Es müssen nicht immer besonders hochgesteckte Ziele sein, auch wenn diese deinen Ehrgeiz besonders untermauern.

    Anführen kannst du Ziele wie Berufliche Veränderung, persönliche Entwicklung, fachliche Weiterbildung oder Produktivität. Eine bessere Bezahlung, mehr Zeit für die Familie und eine passendere Work-Life-Balance sind außerdem Ziele die du anführen kannst.

  • Welche Erwartungen haben Sie an Ihren Beruf? Mit dieser Frage checkt der Prüfer, ob du zur ausgeschriebenen Stelle passt und ob du sie gut besetzen, sowie dich wohlfühlen würdest. Um eine adäquate Antwort zu liefern, greife wesentliche Punkte der Stellenausschreibung auf und lasse deine Stärken und bisherigen Erfahrungen einfließen. Antworten kannst du zum Beispiel so: „Ich erwarte, meine Kenntnisse in dem Bereich XY einbringen zu können. Mir gefallen die Möglichkeiten, in Ihrem Unternehmen an Schulungen und Weiterbildungen teilnehmen zu können, die in der Stellenschreibung erwähnt wurden.“

    Negativformulierungen, die den Anschein erwecken könnten, dass du erwartest einzelne Bereiche des Jobs nicht ausführen zu können. Unterlasse also Aussagen wie: „Ich hoffe, dass ich in diesem Job nicht so viel Verantwortung übernehmen muss, denn davon bin ich schnell überfordert.“

  • Welche Hobbys haben Sie und wie gestalten Sie Ihre Freizeit? An dieser Stelle hast du die Chance deine Persönlichkeit ein wenig durch deine Hobbys auszudrücken. Freizeitaktivitäten, die deine Teamfähigkeit (z.B. Mannschaftssportarten), Kreativität (z.B. Musik machen) oder ähnliches untermauern, sind beispielsweise immer gerne gesehen. Vermeide die Aufzählung von Hobbys wie: Freunde treffen oder Computer spielen. Auch besonders gefährliche Sportarten solltest du nicht zwingend anführen, da sie dich eventuell als leichtsinnig darstellen können.

  • Wie reagieren Sie auf Stress und wie gehen Sie mit Stress um? Der Interviewer ist neugierig, ob du eine Strategie hast um mit Stress und Zeitdruck umzugehen. Gehe in deiner Antwort auf Methoden ein, mit denen du stressige Situationen managen kannst und zeige auf, dass du strukturiert arbeitest. Anhand von Beispielen kannst du belegen dass du das ein oder andere Verfahren schon erfolgreich anwenden konntest.

  • Wie setzen Sie Prioritäten? Der Prüfer ist neugierig, ob du effizient arbeiten kannst. Setzt du deine Prioritäten richtig und erledigst wichtiges zuerst? Oder verzettelst du dich und hältst dich an eher unwichtigen Aufgaben länger als nötig auf? Du kannst dich, wenn du es noch nicht gemacht hast, zum Beispiel im Voraus über verschiedene Methoden informieren, die es zur Prioritätensetzung gibt. Kennst du zum Beispiel das Eisenhower-Prinzip?

  • Was bedeutet für Sie Kreativität? Hier kannst du deine eigene Meinung einfließen zum Thema einfließen lassen. Was macht für dich Kreativität aus? Bist du kreativ? Dann kannst du dich als Beispiel nehmen.

  • Was bedeutet für Sie Innovation?Was ist Innovation für dich? Erkläre bei solchen konkreten Fragen genau, was du darunter verstehst. Weiterführend kannst du deine Meinung dazu sagen und es gegebenenfalls mit Beispielen untermauern.

Das waren nur ein paar typische Fragen aus dem Assessment Center, auf die du stoßen kannst. Um mit deinen Antworten zu glänzen solltest du also gut vorbereitet sein. Untermauere deine Antworten mit Beispielen, Szenarien oder Anekdoten – damit kannst du einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Aber wie auch in Vorstellungsgesprächen gibt es Assessment Center unzulässige Fragen seitens des Unternehmens auf die Ihr nicht antworten müsst. Zum Beispiel Fragen bezüglich deiner sexuellen Vorlieben, deinen privaten Wünschen (Kinder, Ehe), deiner Religion oder deiner finanziellen Situation. In der Regel werden solche unerlaubten Fragen im AC aber nicht gestellt. Sollte dies jedoch der Fall sein, überdenke doch deine Entscheidung für dieses Unternehmen noch einmal in Ruhe.

Die Selbstpräsentation im Assessment Center wird nicht länger als 15 Minuten dauern.

2.2 Assessment Center Übungen

In der zweiten Phase werden Assessment Center Tests durchgeführt um unter anderem dein logisches Denken zu testen. Zu den häufigsten Aufgaben gehören beispielsweise Postkorbübungen, Intelligenz- oder Konzentrationstests.

Postkorbübungen: Bei der sogenannten Postkorbübung bekommst du in der Regel eine komplexe Aufgabe aus verschiedenen Teilstücken- den „Postkorb“. Zum Beispiel können das bis zu 20 Dokumente sein, die zugeordnet werden müssen aber auch E-Mails in einer Mailbox oder Termine in einem Wochenplan. ES geht hierbei um das Filtern und Priorisieren einer Fülle von verschiedenen Informationen.

Die Zeit, die dir für die Lösung der Aufgabe bleibt, ist streng limitert- zwischen 20- und 60 Minuten. Die Arbeitszeit ist aber in der Regel so knapp bemessen, dass du unmöglich alles schaffen kannst. Außerdem kommen noch verschiedene Störfaktoren wie Anrufe, E-Mails oder private Angelegenheiten hinzu, die die Übung zusätzlich erschweren.

Geprüft werden hier deine Priorisierung von Aufgaben, dein Zeitmanagement und der Umgang mit erhöhtem Stress.

Damit du dir das Ganze besser vorstellen kannst, haben wir ein paar Beispiel Übungen für dich, die du dir herunterladen kannst:

Download Link: Beispiel Übungen Postkorb

Die Übungen von gerne-anders.de findest du hier

Download Link: Beispiel Übungen Postkorb

Die Übungen von springer.com findest du hier

Logiktest: Im Logiktest wird dein allgemeines logisches Verständnis geprüft. Reines Fachwissen tritt hierbei in den Hintergrund, vielmehr schauen die Prüfer, ob du auch um die Ecke denken kannst. Die Aufgabenstellungen können hierbei sehr vielfältig sein. Damit du dir mehr darunter vorstellen kannst, haben wir ein paar Beispielaufgaben für dich.

Aufgabe 1

Führen Sie die Folgende Zahlenreihe fort: 10 20 12 18 14 16 ?

Aufgabe 2

Welche Figur muss erst umgeklappt werden, damit sie durch das Verschieben mit den anderen Figuren übereinstimmt?

Übungsaufgabe für Logisches Denken
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Logik Übungsaufgabe

Aufgabe 3

Mensch: Schuh wie Auto:?

  1. Motor
  2. Benzin
  3. Lenkrad
  4. Reifen
  5. Straße

Bei Logiktests gilt: Übung macht den Meister. Du kannst dich auf solch eine Art von Aufgaben gut vorbereiten, da sie oftmals den gleichen Aufbau haben.

Solltest du dich als Führungskraft in einem Unternehmen bewerben, werden diese Übungen die auf dein analytisches Denkvermögen abzielen, für dich nicht relevant sein. In diesem Fall wird man sich eher auf Einzelinterviews mit dir fokussieren. Hier geht es darum, dein Führungsverhalten, deine Entscheidungsprozesse und deine sozialen Kompetenzen kennenzulernen. Dieses Verfahren wird auch Management Audit genannt.

2.3 Rollenspiele

Diese dritte Phase besteht aus Rollenspielen, Fallstudien und Gruppendiskussionen. Wenn du als Manager fungieren willst, bleiben dir diese „leichten“ erspart– diese werden lediglich in Assessment Center für Berufseinsteiger eingesetzt.

Behandelt werden zum Beispiel aktuelle Wirtschaftsthemen, die es zu diskutieren gibt. Bist du sonst eher ein durchsetzungsstarker Mensch, der gerne im Recht ist, sei mit dieser Eigenschaft eher vorsichtig und wohldossiert. Oftmals kommt diese Charaktereigenschaft egoistisch rüber und nicht sehr gut beim Arbeitgeber an. Genauso unangenehm auffallen wirst du aber auch, wenn du die Arme vor deiner Brust verschränkst und kaum ein Wort herausbekommst. Finde also ein angenehmes Mittelmaß.

Glänzen kannst du, wenn du dir die Namen deiner Mitstreiter merkst und diese damit ansprichst. Du zeigst damit dass du aufmerksam bist und dich gut integrieren kannst. Lasse deine Mitstreiter außerdem immer ausreden und überlege dir deine Argumente gut.

2.4 Feedback

Drei Frauen führen ein Gespräch
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Gespräch mit den Beobachtern und Prüfern

Das Feedback ist ein ausführliches Gespräch mit den Beobachtern und Prüfern. Zunächst musst du deine Leistungen selbst einschätzen, bevor sie dir von deren Eindrücken berichten. Nutz die Selbsteinschätzung zu deinen Gunsten. Du kannst Fehler korrigieren und gute Ergebnisse an dieser Stelle hervorheben. Zu viel Eigenlob aber auch Selbstkritik sind unangebracht. Sollten die Prüfer dir bereits während des Trainings Feedback geben, versuche diese Kritik sofort umzusetzen. So stellst du deine Lernfähigkeit und soziale Kompetenz unter Beweis.

Aus jeder der vier Phasen werden deine Kompetenzen erfasst. Es wird analysiert wie deine Assessment Center Vorbereitung war, wo deine Stärken und Schwächen liegen und ob du über die gewünschten sozialen Kompetenzen verfügst.

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3. Assessment Center Vorbereitungen

Auch wenn du im Voraus natürlich nicht weißt, welche Aufgaben dich im Assessment Center erwarten werden, gibt es doch einiges worauf du vorher achten kannst. Wenn du dich mit den einzelnen Bestandteilen des AC auseinandergesetzt hast, ist dies bereits die halbe Miete. Worauf du zusätzlich achten solltest, verraten wir dir jetzt.

Den ersten Eindruck von dir gewinnen die Prüfer über dein Äußeres. Auf ein gepflegtes Aussehen im Assessment Center solltest du deshalb ganz besonders achten. Dazu gehört in jedem Fall die richtige Kleidung. Der Dresscode ist Business- Das heißt Männer tragen Anzug und Krawatte, Frauen ein Kostüm, Hosenanzug oder ähnliches.

Grundlegende Vorbereitungen für dein Assessement Center- Ein Überblick

  • Befasse dich mit dem Ablauf eines ACs.

  • Plane deine Anreise detailliert.

  • Informiere dich über das Unternehmen.

  • Beschäftige dich mit dem ausgeschrieben Job der zu besetzenden Stelle.

  • Sei immer Up-to-date.

  • Mach dir im Vorfeld Gedanken über deine Stärken und Schwächen.

  • Führe ein intensives Training durch, z.B. mit Allgemeinfragen.

  • Schaue dir unsere Assessment Center Tipps an.

Bei der Vorbereitung zu den einzelnen Übungen können wir dir zwei Fragen bzw. Denkansätze mit auf den Weg geben:

  • Wie sieht die gestellte Aufgabe aus?

  • Wie kann ich die mir gestellte Aufgabe am besten lösen?

Wenn du auf diese Fragen hinsichtlich der Themen des Assessment Center Selbstpräsentation, Postkorbübung, Rollenspiel, Case Study und Gruppendiskussion eine Antwort hast, bist du optimal vorbereitet.

Weitere Tipps zur AC Vorbereitung findest du hier:

4. Branchen- in welchen Berufsfeldern ist das Assessment Center beliebt?

Vor allem große Unternehmen nutzen das Assessment Center, um stets die bestmöglichen Kandidaten für ihre Jobs zu finden. Aber nicht nur die Größe des Unternehmens ist ausschlaggebend, sondern auch die Branche in der es angesiedelt ist.

Beliebte Assessment Center Branchen

Wir haben euch ein paar Berufsfelder aufgezählt, in denen das Assessment Center häufig gefordert und durchlaufen wird.

  • Bankwesen, Controlling, Finance: vertrauensvolles und seriöses Auftreten, gutes Zahlenverständnis und analytisches Denkvermögen kannst du im AC unter Beweis stellen.

  • Consulting: Kannst du als Berater gut kommunizieren, überzeugen und mit anderen interagieren?

  • Ingenieurwesen: Das logische Denkvermögen und das Entwickeln von innovativen Lösungsansätzen wird bei Ingenieuren mit Schwerpunkten auf Maschinenbau und Elektrotechnik gefordert

  • IT: Bevor du vom Unternehmen als ITler eingestellt wirst, wird getestet ob du deine Aufgaben gut priorisierst und auch unter Druck logisch denken und Probleme lösen kannst.

  • Management: Wenn du zur Führungskraft ausgebildet wirst, darf ein Assessment Center nicht fehlen. Bist du empathisch, organisiert und zielstrebig? Besitzt du Führungsqualitäten?

  • Marketing: Als angehender Marketer wirst du in Bezug auf wirtschaftliches Denken, Präsentationstalent und in Sachen Kreativität geprüft.

  • Vertrieb: Bist du fähig, ein Produkt auch an schwierige Kunden zu verkaufen? Um beispielsweise deine Skills in Kommunikation zu testen ist das Assessment Center für den Vertrieb gefragt.

5. Häufige Fehler

Wie in jeder Situation des Lebens, können einem auch in einem Assessment Center Fehler unterlaufen.

Fehlerursachen in Assessment Centren

Nachfolgend zeigen wir dir ein paar Fehler, die es unbedingt zu vermeiden gilt:

  • Mangelnde Spontanität: Wer nicht spontan reagieren kann, verkörpert Unflexibilität unrealistische Erwartungen ans Auswahlverfahren.

  • Konkurrenzdenken: Die anderen Teilnehmer als Konkurrenten sehen. Sieh sie als Mitstreiter, die sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen können.

  • Zu viel Flexibilität: Das kommt bei eurem Gegenüber nicht gut an, weil es dich schwach und uneigenständig wirken lässt.

  • Schlecht reden: Schlecht über Mitstreiter oder ehemalige Arbeitgeber reden. Besonders in diesem Setting ist es völlig fehl am Platz.

Während des AC stehst du unter ständiger Beobachtung, selbst wenn es gerade keine Aufgabe zu lösen gibt. Behalte dies im Hinterkopf und achte während der gesamten Zeit auf deine Wortwahl und dein Verhalten.

Wenn du eine Aufgabe eher weniger gut löst, ist dies kein Grund zur Panik. Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, das wissen auch die Prüfer. Wichtig ist einfach dass du immer sympathisch bleibst und ein hohes Maß an Motivation an den Tag legst. Schließlich wird für den Job ein Kandidat gesucht, der erstens die Qualifikationen für den Job mitbringt und zweitens in das Team und das Unternehmen passt.

Quellen:

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